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Westernreiten: Was versteht man unter Pleasure-Disziplin?

 

Als Pleasure-Disziplin bezeichnet man eine Disziplin im Westernreiten-Tuniersport:

  • Der Name dieser Prüfung soll schon etwas aussagen, nämlich das diese, Vergnügen und Freude machen soll. Im Vordergrund steht das Pferd in seinem gesamten Erscheinungsbild. Nach den individuellen Vorgaben des Richters sollen die Pferde in einer Gruppe, an losen Zügeln, möglichst gelassen und entspannt, die drei Grundgangarten:
    Walk (Schritt), Jog (Trab) und Lope (Galopp) in fließenden Übergängen, vorstellen.
  • Die Kopfhaltung des Pferdes sollte natürlich wirken in seiner waagerechten Haltung. Die Tempowechsel weich und fließend präsentiert werden. Auch eine große Rolle bei der Bewertung spielt das Gesamtbild von Reiter und Pferd. Keinesfalls sollte das Pferd bei der Materialprüfung den Eindruck von Einschüchterung erwecken, sondern Spaß und Freude an der jeweiligen Aufgabe zeigen.
  • Vom Reiter ist allerhöchste Konzentration erfordert, wenn er mit seinem Pferd, für den Zuschauer fast unsichtbar, mit feinen Hilfen, die verschiedenen Gangarten vorführt.

Eine weitere Aufgabe beim Western Pleasure ist das Back up (Rückwärtsgehen):

  • Das Pferd soll dann ganz ohne Widersatz oder zögern, sich in gerader Linie, entweder in der Mitte der Arena
  • oder am Rand entlang, rückwärts bewegen.
  • Durch die verschiedenen Größen der Tiere und der dadurch unterschiedlichen Geschwindigkeiten beim Tunier,
  • ist es erlaubt das die größeren Pferde die kleineren überholen, ohne jegliche Bestrafung.
  • Dem Zuschauer bleibt verborgen, das die augenscheinliche Mühelosigkeit mit kaum sichtbaren Kommados des Reiters und den entspannten und eleganten Vorführungen der Pferde bei diesem Wettbewerb, knallhartes Training und enormes Einfühlungsvermögen erforderlich ist.

Nicht jedes Pferd ist für das Western Pleasure geeignet. Die verschiedenen Übungen müssen mit viel Geduld und Gefühl liebevoll erlernt werden. Der Reiter muß sein Pferd motivieren und trainieren bevor er dann endlich sein Pferd für eine Pleasure-Disziplin anmelden kann. Nichtsdestotrotz sollten die Reiter mit ihren Pferden, mit viel Spaß und Freude am Western Pleasure mit Vergnügen teilnehmen! Nur dann macht das Pferd den gelassenen und entspannten Eindruck der für dieses Tunier an allererster Stelle steht.

Tipp für Westernreiter: So wäscht man Schabracken

 

Die Schabracke ist eine Decke, die unter den Sattel gelegt wird. Daher ist sie nach dem Reiten verschwitzt und voller Haare. Man sollte die Decken regelmäßig waschen, da es so für Pferd und Reiter einfach angenehmer ist.

Vorbereitung:
SchabrackeDie Decken sind zwar sehr groß, aber passen noch in die handelsübliche Waschmaschine und können so ganz einfach Zuhause gewaschen werden. Bevor man die Schabracke in die Waschmaschine steckt, sollte man sie bestmöglich enthaaren, sonst bleiben die Pferdehaare in der Waschmaschine und man hat sie beim nächsten Waschgang auf der Kleidung.

Haarentfernung

Die Haare lassen sich gut mit dem Staubsauger entfernen oder mit einem Gummistriegel, welche auch so für die Fellpflege des Pferdes verwendet werden kann. Fusselbürsten funktionieren zwar auch, sind aber auf Dauer sehr teuer, da sie sich schnell verbrauchen. Die meisten Schabracken lassen sich bei 30°C gut waschen. Man sollte aber unbedingt auf die Anweisungen des Herstellers beachten!

Nach der Wäsche

Wahlweise kann man die Waschmaschine im Anschluss auch auf Leerlauf stellen. Danach ist sie wieder frei von Haaren. Wer das nötige Kleingeld besitzt kann die Schabracken auch in die Reinigung geben oder extra zum Pferdetextilservice. Diese Varianten oder der Waschsalon bieten sich besonders für dicke Winterdecken an, die so kaum oder gar nicht in die Waschmaschine zuhause passen.

Handwäsche

Die meisten Decken kann man auch gut mit der Hand waschen. Dies kann man bestenfalls über der Badewanne oder in der Dusche tun. Aber auch hier sollte man die Haare vorher entfernen, sonst verstopfen die Abflüsse.

Man sollte sich auch im Vorfeld direkt beim Stall nach Industriemaschinen erkundigen. So muss man die Decken nicht erst zuhause waschen, sondern kann dort (etwas günstiger) die Schabracken in einer großen Waschmaschine waschen. Hier passen dann auch die Winterdecken rein.

Hier noch ein besonderer Tipp für weiße Schabracken: Zusätzlich zum normalen Waschpulver soll man ein Päckchen Backpulver dazu tun. So bleibt die Decke auch schön weiß.